Die fünf Sinne im Umfeld des heutigen Menschen.

Was bewegt die Sinne?   Wie empfindlich sind unsere Sinne?

Die Sinne werden wahrgenommen und gemeinsam gespeichert und verarbeitet zu dem was wir empfinden. Die Funktion der Sinne passiert aktiv und passiv.

Die Aufnahme von Eindrücken geschieht spontan und wird so wahrgenommen.

Das Gehör

Der Gehörsinn

Als Gestaltungsphysiologe begegne ich automatisch allen fünf Sinnen in meinen Projekten.

Ein Beispiel: Ein Raum braucht eine äusserst gute Akustik, sonst wirkt der Raum stumpf. Die Akustik im Wald gehört zum Besten was uns begegnen kann, weil verschiedene Schichten von Blättern und Zweigen die Abstimmung automatisch richtig übernehmen.

Die Architektur mit ihren glatten Decken, den überdimensionalen Fensterflächen und den Hartböden ist sich überhaupt nicht bewusst was sie dem Gehörsinn für einen Schaden anrichtet.

Das Gehör unterscheidet sich von allen anderen Sinnesorganen; wir können das Gehör nicht schliessen, somit sind wir den ganzen Tag permanent in Verbindung und müssen den Lärm über uns ergehen lassen.

Gerade der Raum, in dem wir uns befinden, sollte eine Kopie des Waldes im akustischen Sinne darstellen. Die Materialien wie Teppiche und Vorhänge sind in den Projekten der Avantgardisten kaum mehr im Einsatz.

Dem Gehör sollte grosse Sorgfalt geboten werden. In den meisten Schulen fehlt der Bereich Akustik. Die Gehörschäden sind irreversibel und bleiben das ganze Leben. Die daraus entstehenden Folgen und Kosten sind enorm. Die Verantwortlichen sind sich dessen gar nicht bewusst.

Das Auge

Der Sehsinn

Sehen ist für uns eine alltägliche Angelegenheit, die wir uns sehr selten überlegen, welch komplexer Prozess ihm zugrunde liegt. Unser Auge ist ein kompliziertes optisches System das Bilder unserer Umwelt nicht nur aufnimmt, sondern verarbeitet bevor es sie an das Gehirn weiterleitet.

Sehen ist aber nicht nur die Wahrnehmung der Umwelt, wofür unser Gehirn mehr als die Hälfte seiner Kapazität zur Verfügung stellt, sondern auch Bestandteil unserer Aktionen.

Dem Auge sollte grosse Beachtung und Sorgfalt geboten werden.

Allzu grelles Licht schadet dem Auge und entzieht ihm viel Energie. Grelle weisse Wände ohne Farbkontraste ermüden das Auge in hohem Masse. Pastellfarben und Warmtöne erreichen unser so wertvolles Organ viel sanfter und beruhigen es. Graue und schwarze dunkle Farbtöne reflektieren kein Licht und keine Wärme. Dunkle Böden verunsichern das Sehvermögen und verkleinern die Räume und engen unsere Wahrnehmung ein und unser Wohlempfinden wird gestört.

Der Geruch und der Geschmackssinn

Der Geruchsinn

Der Geschmacksinn

Der Duft vom knusprigen Brot versetzt uns an den Frühstücks-Tisch, der Duft der Sonnencreme an den Strand oder in die Berge, ein lauer Sommerabend unter einen blühenden Lindenbaum.

Hinter jedem Geruch steckt eine chemische Verbindung von Molekülen, die von unserer Nase aufgefangen und identifiziert werden. Diese Geruchs-Molekülen gelangen in das Riechzentrum, als Signal folgt der kurze Weg ins Gehirn und wird dort als Geruch interpretiert. Die meisten Geschmacksempfindungen sind Gerüche.

Der Geschmackssinn auf der Zunge erkennt nur süss, sauer, bitter und salzig. Der überwiegende Rest aller Geschmacksempfindungen wird nicht über den Mund sondern in der Nase als Geruch registriert. Die Geruch- und Geschmackssinne sind hoch differenzierte Organe. Unangenehmen Farb- und Materialiengeschmack schätzen sie gar nicht, deshalb wären biologische Klebstoffe und biologische Farben dringend notwendig.

Der Tastsinn

Der Tastsinn

Der Tastsinn, ein weiteres Wunder, ist für den Menschen deswegen bedeutsam, weil er ihm ermöglicht, auf Gefahren zu reagieren. Die Rezeptoren sind im Körper unterschiedlich dicht verteilt. An den Fingerspitzen und an der Zungenspitze sind sie am dichtesten zu finden.

Der Tastsinn liefert uns Wahrnehmungen, die unsere Augen alleine nicht erbringen können, zum Beispiel warm, kalt, oder nass und trocken. Die Materialien sollten eine einigermassen angenehme glatte Oberfläche aufweisen, um vom Tastsinn positiv wahrgenommen zu werden.

Und nun noch ein sechster Sinn: Das Gleichgewicht

Der Gleichgewichtsinn

Das Gleichgewicht wird im Ohr erkannt und geregelt. Die Bodenmaterialien sind ein wichtiger Bereich für ein sicheres Gehen und sind deshalb in ihrer Struktur und ihrer Oberfläche nicht zu unterschätzen, ob sie zu glatt oder zu rau sind.

Bei den Treppen empfiehlt es sich griffige Materialien zu verwenden, die eine sichere Beschaffenheit aufweisen.

Die Sinne im Umfeld des Menschen sollten mehr berücksichtigt und erkannt werden – dies im Sinne unserer Gesundheit.

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Über Erich Chiavi

Raum- und Farbphysiologie
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