Das Fernsehfieber reduziert die Kreativität und die Konzentration

Auf meine Frage an meine Seminarteilnehmer und Vortragszuhörer, was für ein Hobby sie betreiben, antwortet die Mehrzahl der Befragten: ich habe keine Zeit.

Für mich gibt mein eigenes Sprichwort die Antwort Sprichwort die Antwort: „Zeit gewinnen Sie, wenn Sie das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen!“

"Ich habe keine Zeit, diesen Spruch hört man oft ..." (Joe Taugwalder)

Auf meine Frage, was unternehmen sie am Feierabend, antworten die Meisten: „Ich setze mich vor den Fernseher und genieße meinen Abend.“

Interessant wird es, wenn man versteht, was für physiologische Auswirkungen dies für uns und unser Umfeld ausmacht.

Der Zuschauer denkt, dass er vor dem Bildschirm eine Entspannung erleben wird – der Schein trügt. Unser Gehirn fällt ziemlich schnell in einen passiven Zustand, der einer Hypnose ähnlich kommt.

"Too much TV can make children mentally ill" (The Telegraph)

Wissenschaftler haben bereits in den 80er Jahren festgestellt, dass Fernsehen die linke Hirnhälfte einschläfert, während die rechte in diesem Zustand die Informationen wahllos abspeichert. Die linke Gehirnhälfte ist die Region, die für die Analyse von Informationen zuständig ist. Das heißt, dass währenddem wir in den Fernseher starren, die analytischen Fähigkeiten unseres Gehirns deaktiviert sind. Die Informationen fließen ungefiltert und werden nicht aktiv verarbeitet. Wenn Sie also die Nachrichten des Tages bewusst wahrnehmen wollen oder etwas lernen möchten, sind Sie mit Zeitungen, Zeitschriften und Büchern besser bedient.

Grosse Auswahl, viele TV-Programme

Das Gefühl der Entspannung beim Fernsehen trügt, vielleicht ist das Suchtpotential deshalb so groß: wir vergessen unsere Sorgen, den Alltag und unsere Einsamkeit. Doch der Effekt verfliegt, sobald wir den Fernseher wieder ausschalten. Viele fühlen sich danach noch schlechter als zuvor. Wir vergleichen das Leben der fröhlichen und schönen Menschen aus den Filmen und Serien mit unserem, und alles was im TV inszeniert wird, kommt uns viel besser und interessanter vor als unser Alltag.

Deshalb kann uns allzu häufiges Fernsehen unzufrieden und depressiv stimmen.

Zudem gibt es nach wissenschaftlichen Berichten einen klaren Zusammenhang zwischen Fernsehverhalten und Übergewicht. Jede andere Tätigkeit verbrennt mehr Kalorien als Fernsehen. Nur im Schlaf verbrennen wir weniger Energie.

Sogar unser Appetit wird vom Fernsehprogramm beeinflusst.

ungesundes Essen

Werbesendungen aktivieren die Lust auf Lebensmittel, die gezeigt werden.

Wer vor dem laufenden Apparat isst, der greift öfters zu und hat viel schneller wieder Hunger, denn unser Gehirn wird so abgelenkt, dass sich das Sättigungsgefühl erst viel später einstellt.

Bei einer Studie über das Fernsehverhalten wurden in einem Jahr 4’000 Werbe-Spots bei Kleinkindern gezeigt. Sobald Kinder fernsehen, sind sie den Werbebotschaften oft unkontrolliert ausgesetzt und werden vor allem mit ungesundem Lebensmittel konfrontiert und werden übergewichtig.

Das Fernsehen öffnet den Zugang zu Gewalt und Morden. Ein volljähriges Kind erlebt ca. 16’000 Morde und 200’000 Gewaltszenen. Die Tatsache zeigt das heutige Aggressionspotential.

Zuviel Fernsehen bei Kindern zeigt auch einen viel niedrigen Bildungsgrad, weil durch zu viel Fernsehen die Konzentration nachlässt.

Haben Sie sich einmal gefragt wie viel Zeit Sie vor dem Fernseher verbringen?

Im Durchschnitt wird vier Stunden täglich ferngesehen.

Wenn man eine Lebenserwartung von 70 Jahren voraussetzt, verbringen wir rund 11 Jahre unseres Lebens vor dem Glotzophon.

Wenn man diese Zeit in abendliche Spaziergänge, sportliche Aktivitäten oder Hobby umsetzen würde, hätten wir weniger Menschen mit Übergewicht und Krankheiten. Sich an der frischen Luft bewegen, ist das beste Lebenselixier, das uns Freude und Ideen bereitet.

Naturbeobachtung ist viel gesünder, Bild aus Projekt "Schule findet Natur" (Anwalt der Natur, Österreich)

Die Kreativität würde gesteigert und die Menschen wären viel ausgeglichener in ihrem täglichen Verhalten.

Das Fernsehen gezielt einschalten schont die Augen.

Die eigenen Augen können uns die beste Filmen zeigen

Die besten Kameras finden wir in unseren eigenen Augen, die bei einem Spaziergang einen realistischen Film aufnehmen und uns zufrieden und erfüllt stimmen.

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Über Erich Chiavi

Raum- und Farbphysiologie
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